Die Sammlung
Waren- und Dienstleistung Unterhaltung

Mit fortschreitender Industrialisierung gegen Ende des 19. Jh. und dem ersten Patent für einen münzbetriebenen Automaten 1857 in England, der Briefmarken verkaufte, begann der Siegeszug der Waren- und Dienstleistungsautomaten. Sie waren Ausdruck einer technischen Revolution, an der jeder mit nur einer Münze teilhaben konnte.

 

 

 

 

Unterhaltungsautomaten versprechen für den Einsatz einer Münze wahres Enter-tainment. Ob es galt, seine Kraft unter Beweis zu stellen, sich mittels sportlicher Wettkämpfe zu messen, sich die Zukunft voraussagen zu lassen oder Bilder zu betrachten, Geld- oder Warengewinne wurden dabei nie ausgezahlt.

Typische Aufstellorte waren dabei Gaststätten, Biergärten, Ausflugsziele und Jahrmärkte.

Mechanische Musikautomaten Geschicklichkeit

Von der Stiftwalze über die Lochscheibe bis zur Schallplatte aus Schellack oder Vinyl – die jahrhundertealte Tradition der Musikautomaten brachte höchst interessante Tonträger hervor. Durch den Einwurf der passenden Münze ließen sich die Tonträger in Bewegung versetzen und verbreiteten damit zumeist an öffentlichen Orten, wie Tanzlokalen und Kaffeehäusern, die aktuelle Musik der damaligen Zeit.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist das Aufkommen der Geschicklichkeitsautomaten in Europa zu beobachten. Kugelfang-, Balancier- und Münzschleuderspiele gehörten zu den beliebten Spielsystemen. Gewinne wurden hierbei anfangs jedoch nicht in Form von Bargeld ausgezahlt, sondern Wertmarken ausgegeben, die gegen Waren eingetauscht werden konnten.

Nadelspiele, Bomber und Flipper Glücks- und Geldspiele

Der Weg bis zur Entwicklung des bekannten Flippers war lang. Zu berichten ist von den Bagatellspielen aus dem 18. Jhd., über die im 19. Jhd. aufkommenden Nadelspiele und die Bomber von Beginn des 20. Jahrhunderts – so gibt es den Flipper erst seit 1947. Als verbindendes Spielelement gilt dabei die Kugel, die sich ihren Weg durch die Jahrhunderte des Spielens bahnte.

Das automatische Spiel mit dem Glück existiert bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jhd. Besonders ausgeprägt war die Glücksspielbranche in den USA, was für uns heute zu einer reichen Vielfalt an Exponaten nicht nur aus diesem Teil der Welt führt.

 

Musikboxen  

Eine Münze in den Schlitz zu werfen, sich einen Song auszusuchen, ihn anhand der speziellen Auswahlmechanik anzuwählen, zu sehen wie sich Schallplatte und Tonarm aufeinander zubewegen und zu hören, dass der gewünschte Titel erklingt, das fasziniert die Menschen heute genauso wie vor 80 Jahren.

   

 

Das wohl bekannteste Exponat der Sammlung ist die sogenannte Decap Band, die von den Gebroeders Decap in Antwerpen/Belgien 1957 gebaut wurde. Diese Tanzorgel mit pneumatischem Antrieb wird durch gelochte Kartonbänder gesteuert und war ursprünglich für die Aufstellung in einem Tanzlokal gedacht. Die Saxophon, Schlagzeug und Akkordeon spielenden Roboter gelangten 1991 in die Sammlung Gauselmann und sind seitdem fester Bestandteil der Sammlungspräsentation.

Nach dem Einwurf eines Euros spielt die Band selbstständig einen von 33 Titeln aus vergangener Zeit. Von „Muss i denn, zum Städtele hinaus“ über Abba bis hin zu Frank Sinatra unterhält die Decap Band unsere Besucher jeden Tag aufs Neue. 

 

Weitere Infos zu Gebroeders Decap finden Sie unter:

http://www.decap-gebr-antwerp.com/

 

 

 

 

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