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Die Sammlung
Geschicklichkeit

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist das Aufkommen der Geschicklichkeitsautomaten in Europa zu beobachten. Kugelfang-, Balancier- und Münzschleuderspielen gehörten zu den beliebten Spielsystemen. Gewinne wurden hierbei anfangs jedoch nicht in Form von Bargeld ausgezahlt, sondern Wertmarken ausgegeben, die gegen Waren eingetauscht werden konnten.

 

 

Türkischer Tempel, Deutschland, nach 1896

  

 

Der als „Schaustellungsautomat mit Vorrichtung zum
Schleudern der Geldstücke in Muscheln“ patentierte
Geschicklichkeitsautomat versprach dem geschickten Spieler Warengewinne,
wie beispielsweise ein Glas Lagerbier, eine Havanna,
ein Glas Wein, einen Cognac oder 10 Zigaretten.    

 

 

Zeppelin Schleuder, Deutschland, ca. 1905

 

 

Die Gestaltung dieser Münzschleuder mit dem Zeppelin als zentralem Motiv,
spiegelt nicht nur die damalige Begeisterung für die beeindruckenden Luftschiffe wider,
sondern auch den zeitgenössischen Traum vom Fliegen.
Gespielt wurde mit dem Einsatz eines 5-Pfennigstücks, das mit dem Messinghebel
auf die grüne Umlaufbahn geschossen wurde, welches dann mit dem Zeppelin aufzufangen war.  

 

 

Mühle im Schwarzwald, W. Hugo Kegel, Dresden, Deutschland, 1928

 

 

Dieses sächsische Geschicklichkeitsspiel ist mit einem
oft verwendeten sichtbaren Münzschacht ausgestattet.
Bemerkenswert ist die Konstruktion der darin befindlichen Mechanik
des Spielsystems.

Der Spielende wird hier aufgefordert, die einzuwerfende Münze punktgenau
in einer rotierenden Zielscheibe zu versenken.

 

Win a Kitkat, Großbritannien, ca. 1950

 

 

Bei der Kugelschleuder gilt es, die Kugel mit Hilfe des Hebels
in eines der Punktlöcher zu befördern, die in der Mitte des Spielfelds angeordnet sind.
Der Gewinn wurde, wie der Name bereits verrät, in Form eines Schokoriegels ausgezahlt.