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"Das bewegte Bild"

Auf den Spuren des Films - Sammlung Gauselmann gestaltet „Schaufenster Gauselmann“ neben der Merkur-Spielothek im Magics Entertainmentcenter des Werre-Parks

 

Bad Oeynhausen/Espelkamp. Viele Jahre, bevor Leinwandstars wie Humphrey Bogart und James Dean die Kinoleinwand eroberten, faszinierte die Menschen bereits das „bewegte Bild“. Auf eine Reise zu den Wurzeln der Frühgeschichte des Films lädt die Sammlung Gauselmann jetzt im Magics Entertainmentcenter im Werre-Park ein. Bevor die Kinobesucher sich also nun die neuesten Filme auf der Leinwand ansehen, Helden bewundern und diese in einem hochmodernen Kinokomplex verfolgen, können sie auf dem Weg dorthin die Vorläufer des Films erleben. Das private Firmenmuseum präsentiert nämlich in einem Schaufenster neun historische Exponate aus ihrer umfangreichen Sammlung – allesamt Zeitzeugen der spannenden Filmfrühgeschichte.

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Das Rad der Filmgeschichte dreht die Sammlung Gauselmann dabei um mehr als 100 Jahre zurück, denn das „bewegte Bild“ war eine Sensation und dokumentiert seit jeher den Wunsch der Menschen, die Wirklichkeit zu reproduzieren und sich der Illusion „lebender“ Bilder hinzugeben. Im Zuge der Industrialisierung existierten bereits Ende des 19. Jahrhunderts erste Bildbetrachter mit Münzbetrieb. Diese Geräte boten dabei Bilder oder Sehenswürdigkeiten aus aller Welt und lockten schon damals mit dem Versprechen: „Wissen ist Macht!“

 

Hierzu zählt etwa ab 1890 als ältester Gerätetyp das Stereoskop, das nacheinander verschiedene Abbildungen dreidimensional darbot. Mit dem „Kalloscop“ aus dieser Zeit zeigt die Sammlung Gauselmann aus ihrem umfangreichen Bestand ein ganz besonderes Exemplar der Stereoskope. Die kleine Holzkiste lockte damals vor allem auf Jahrmärkten mit einer Bildauswahl von der Welt und ihren interessanten Sehenswürdigkeiten. Das Prinzip stützt sich dabei auf Erkenntnisse des britischen Physikers Charles Wheatstone, der sich schon im Jahre 1839 mit dem Phänomen des beidäugigen Sehens auseinander setzte. Diese damals beliebten Unterhaltungsautomaten, die auch „Guckkästen“ genannt wurden, durften auf keinem Jahrmarkt oder Vergnügungsplatz fehlen.

 

Den Sprung einige Jahrzehnte weiter zeigt die Sammlung Gauselmann mit dem deutschen Exponat „Maxim“ aus dem Jahre 1955 und dem belgischen Exponat „Cinemate“, das um 1960 gebaut wurde. Der Bildbetrachter „Cinemate“ sollte in den 1960er Jahren vor allem Kinofreunde ansprechen. Bei Einwurf einer Münze und Betätigung des Hebels wurde ein Uhrwerk in Gang gesetzt. So erhielt man nicht nur ein Kaugummi, sondern es konnte gleichzeitig verfolgt werden, wie eine Dia-Disc im Innern des Gerätes beleuchtet und damit sichtbar wurde. Bei dem historischen Exponat „Maxim“ handelte es sich bereits um einen 3D-Automaten, der eine auswechselbare Bildscheibe besitzt, auf der die einzelnen Bilder beleuchtet wurden.

 

Für weitere Informationen und Fragen zur Ausstellung „Das bewegte Bild“ steht Monika Kokoska, Leiterin der Sammlung Gauselmann, unter der Telefonnummer 05772 – 49 486 zur Verfügung.

 

Espelkamp, 21. Oktober 2009

Bei Rückfragen:

Mario Hoffmeister M.A., Leiter Kommunikation

Tel.: 05772 / 49-281; Fax: -289

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Mobil: 0171 / 9745712

 

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